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15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
Entstehung
Seite
40
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Die sämmtliche Holl' ist los fürwahr,

Und lärmet und schwärmet in wachsender Schar;

Sogar der Verdammnis-Walzer erschallt, —

Still, still! nun kommt mein Feinsliebchen auch bald.

Gesindel, sei still, oder trolle dich fort!

Ich höre kaum selber mein leibliches Wort, —

Ei, rasselt nicht eben ein Wagen vor?

Frau Köchin! wo bist du? schnell öffne das Thor;

Willkommen, Feinsliebchen, wie geht's dir, mein Schatz?Willkommen, Herr Pastor, ach, nehmen Sic Platz!

Herr Pastor mit Pferdefuß " und Schwanz,

Ich bin Eur EhrwürdenDieusteigencr ganz!

Lieb Bräutchcn, was stehst du so stumm und so bleich?^Der Herr Pastor schreitet zur Trauung sogleich;

Wohl zahl' ich ihm thcnre, bluttheure Gebühr,

Doch, dich zu besitzen, gilt'S Kinderspiel mir.

Knie nieder, süß Bräutchcn, knie hin mir zur Seit'! —Da kniet sie, da sinkt sie, — o selige Freud'!

Sie sinkt mir ans Herz, an die schwellende Brust,Ich halt' sie umschlungen mit schauernder Lust,

Die Blumenmädchen sind bncklicht und krumm,Und purzeln kopfüber im Zimmer herum.Ihr Eulcngcsichter und Henschrcckcnbcin,Hei! lasst mir das Rippengcklappcr nur sein!