Schätze des ernsthaften und gelehrten Deutschlandsanzueignen, ohne dabei die erheblichen und reichenVorzüge des französischen Geistes zu opfern. Ichhabe der Versuchung nicht widcrstchn können, diepaar Zeilen wieder abzudrucken, welche „Das BuchLazarus" begleiten.
Indem ich gleichfalls die Vorrede mit abdruckte,welche dem Wintcrmärchcn „Deutschland" voran-geht, entging es meiner Beachtung, dass jene Wortefür das deutsche Publikum, und nicht für den fran-zösischen Leser bestimmt waren, der wahrscheinlichdas Gedicht „Deutschland" hin und wieder zudeutsch und zu unverständlich finden wird. Ichgestehe, dass darin eine Menge urdcutschcr Anspie-lungen vorkommt, die eines mehrbändigen Kommen-tars bedürften. Außerdem finden sich daselbst zahl-reiche Stellen, wo der Gedanke des Verfassers mitgrotesk drolligen Reimen spielt, deren Abwesenheitdie französische Version manchmal sehr matt, wonicht gar läppisch, gestalten muss.
Es ist immer ein sehr gewagtes Unternehmen,ein metrisches Werk, das einer Sprache germani-schen Stammes angehört, in der Prosa einer ro-manischen Mundart wiederzugeben. Der ticfinncrstcGedanke des Originals verflüchtigt sich leicht inder Übersetzung, und es bleibt nur ein stroherner