Ronen, den 17. September.
Ich schreibe diese Zeilen in der ehemaligenResidenz der Herzöge von der Normandic, in deraltcrthümlichcn Stadt, wo noch so viele steinerneUrkunden nnS an die Geschichte jenes Volkes er-innern, das wegen seiner ehemaligen Hcldenfahrtenund Abenteuerlichkeit und wegen seiner jetzigen Pro-ccsssncht und Erwcrblist so berühmt ist. In jenerBurg dort hauste Robert der Teufel, den Mcyer-bccr in Musik gesetzt; auf jenem Marktplätze ver-brannte man die Pücellc, das großmüthigc Mäd-chen, das Schiller und Voltaire besungen; in jenemDome liegt das Herz des Richard, des tapsernKönigs, den man selber Löwcnhcrz, Lvenr ä<z lion,genannt hat; diesem Boden cntsprosstcn die Siegervon Hostings, die Söhne Tankrcd's und so vieleandre Blumen normannischer Ritterschaft — aberDiese gehen uns heute Alle Nichts an, wir beschäf-tigen uns hier vielmehr mit der Frage: Hat Lud-wig PhiliPP's friedsamcs System Wurzel geschlagenin dem kriegerischen Boden der Normandic? Istdas neue Bnrgcrkönigthum gut oder schlecht gebettetin der alten Heldenwicgc der englischen und ita-liänischcn Aristokratie, in dem Lande der Normamneu? Diese Frage glaube ich heute anfS kürzestebeantworten zu können: Die großen Gutsbesitzer,