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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
Seite
348
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keine bedeutende Unterredung möglich, und Alles wirdvon dolmetschenden Mittelspersonen abhängen.)Ludwig Philipp ist noch immer der Meinung,dass er stark sei. Seht, wie stark wir sind! ist inden Tuilcricn der Refrain jeder Rede. Wie einKranker immer von Gesundheit spricht, und nichtgenug zu rühmen weiß, dass er gut verdaue, dasser ohne Krämpfe ans den Beinen stehen könne,dass er ganz bequem Athem schöpfe u. s. w., sosprechen jene Leute unaufhörlich von Stärke undvon der Kraft, die sie bei den verschiedenen Be-drohnisscn schon entwickelt und noch zu entwickelnvermögen. Da kommen nun täglich die Diplomatenaufs Schloss und fühlen ihnen den Puls, undlassen sich die Zunge zeigen, betrachten sorgfältigden Urin, und schicken dann ihren Höfen das poli-tische Sanitätsbttlletin. Bei den fremden Bevoll-mächtigten ist es ja ebenfalls eine ewige Frage:Ist Ludwig Philipp stark oder schwach? Im crstcrnFalle können ihre Herren daheim jede Maßregelruhig beschließen und ausführen; im andern Falle,wo ein Umsturz der französischen Regierung undKrieg zu befürchten stünde, dürften sie nichts Un-mildeS zu Hause unternehmen*). Jene große

*) Die erste Hälfte des obigen Absatzes, bis hieher, findetsich auch in den französischen Ausgaben. Der Heransgeber.