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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
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gefüllt. In dem Garten des Palais-royal drängtensich die Gruppen der Politiker, und sprachen leise,in der That sehr leise; denn man kann jetzt ausder Stelle vor ein Kriegsgericht gestellt, und invierundzwanzig Stunden erschossen werden. Ichsänge an, mich nach dem Gcrichtsschlcndrian meinesDeutschlands zurückzusehnen. Der gesetzlose Zustand,worin man sich jetzt hier befindet, ist widerwärtig;Das ist ein fataleres Übel als die Cholera. Wieman früher, als letztere grassierte, durch die über-triebenen Angaben der Todtcnzahl gcängstet wurde,so ängstigt man sich jetzt, wenn man von denungeheuer vielen Arrestationen, wenn man vongeheimen Füsilladen hört, wenn tausenderlei schwarzeGerüchte sich, wie gestern Abend der Fall war,im Dunkeln bewegen. Heute, bei Tageslicht, istman beruhigter. Man gesteht, dass man sich ge-stern geängstigt,, und man ist vielmehr verdrießlichals furchtsam. Es herrscht jetzt ein Justemilicu-Terreur!

Die Journale sind gemäßigt in ihren Protesta-tioncn, jedoch keineswegs kleinlaut. Der „National"und der „Tcmps" sprechen furchtlos, wie freienMännern ziemt. Mehr als heute in den Blätternsteht, weiß ich über die neuesten Ereignisse nichtmitzuthcilcn. Man ist ruhig und lässt die Dinge