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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
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mittags immer mehr und mehr Kanonen über dieRue Richelieu fahren sah, merkte ich, dass man dieNiederlage der Republikaner benutzen möchte, umandern Gegnern der Regierung, namentlich denJournalisten, an den Leib zu kommen. Es istnun die Frage, ob der „gute Wille" auch mithinlänglicher Kraft gepaart ist. Man cxploiticrtjetzt die Siegesbetäubung der Nationalgardisten,die in Betreff der Republikaner an gewaltsamenMaßregeln Theil genommen, und denen jetzt Lud-wig Philipp wieder kamcradlich wie sonst die Handdrückt. Da man die Karlistcn hasst und die Re-publikaner missbilligt, so unterstützt das Volk denKönig als den Erhalter der Ordnung, und er istso populär wie die liebe Notwendigkeit. Ja, ichhabe Vivs Is roi! rufen hören, als der Königüber die Boulevards ritt; aber ich habe auch einehohe Gestalt gesehen, die unfern des FaubourgMontmartre ihm kühn entgegentrat und 7^ dasMorris ?di1ipx<z! rief. Mehrere Reiter des könig-lichen Gefolges stiegen gleich von ihren Pferden,ergriffen jenen Protestanten und schleppten ihn mitsich fort.

Ich habe Paris nie so sonderbar schwül ge-sehen wie gestern Abend. Trotz des schlechten Wet-ters waren die öffentlichen Orte mit Menschen