Dem Voltaire geschieht jedoch Unrecht, wennman behauptet, er sei nicht so begeistert gewesen
Die echten Montagnards hegten ganz die Denk- und Gc-fühlsweise Ronssean's, und als sie die Dantonisten und He-bcrtisten zu gleicher Zeit guillotinierten, geschah es nicht so-wohl weil Jene zu sehr den erschlaffenden Moderantismnspredigten und Diese hingegen im zügellosesten Sanskulottis-mus ausarteten; wie mir jüngst ein alter Bergmann sagte:paroegu'Us otaient tous lies Pommes pourris, frivoles,snns ero^anos et saus vertu. Beim Umstürzen des Altenwaren die wilden Revolntionsmknncr ziemlich einig, alsaber etwas Neues gebaut werden sollte, als das Positivstezur Sprache kam, da erwachten die natürlichen Antipathien.Der rousscauisch ernste Schwärmer St. Inst hasstc alsdannden heiteren geistreichen Fanfaron Dcsmonlin. Der sitten-rcine, unbestechliche Robcspierrc hasstc den sinnlichen, geld-bcfleckten Danton. Maximilian Nobespicrrc heiligen Anden-kens war die Inkarnation Nousscau's; er war tief religiös,er glaubte an Gott und Unsterblichkeit, er hasstc die Vol-taire'schen Religionsspöttercien, die unwürdigen Possen einesGobcl's, die Orgien der Atheisten und das laxe Treiben derEsprits, und er hasstc vielleicht Jeden, der witzig war undgern lachte.
Am 19. Thermidor siegte die kurz vorher unterdrückteVoltaire'schc Partei; unter dem Direktorium übte sie ihreReaktionen gegen den Berg; späterhin, während dem Hel-denspiel der Kaiserzeit und während der frommen christlichenKomödie der Restauration konnte sie nur in untergeordnetenRollen sich geltend machen; aber wir sahen sie doch bis auf