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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
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schien mir aber grade damals bedenklich, in meinergewöhnlichen Weise ein Thema öffentlich zu erör-tern, das die Tagcslcidcnschaftcn so furchtbar an-sprechen musste. Ich habe diese Besorgnisse demGrafen mitgcthcilt, und er war verständig genug.Nichts gegen mich zu schreiben. Da ich ihn zuerstangegriffen, hätte ich seine Antwort nicht ignorierendürfen, und eine Replik hätte wieder von meinerSeite erfolgen müssen. Wegen jener Einsicht ver-dient der Graf das beste Lob, das ich ihm hiermitzolle, und zwar um so bereitwilliger, da ich inihm Persönlich einen geistreichen und, was nochmehr sagen will, einen wohldcnkcnden Mann ge-funden, der es wohl verdient hätte, in der Vorredezu den Kahldorf'schcn Briefen nicht wie ein gewöhn-licher Adliger behandelt zu werden. Seitdem habeich seine Schrift über Gcwcrbefreiheit gelesen, woriner, wie bei vielen anderen Fragen, den liberalstenGrundsätzen huldigt.

Es ist eine sonderbare Sache mit diesen Adli-gen! Die Besten unter ihnen können sich von ihrenGeburtsintercssen nicht lossagen. Sic können inden meisten Fällen liberal denken, vielleicht nochunabhängig liberaler als Rotüriers, sie könnenvielleicht mehr als Diese die Freiheit lieben undOpfer dafür bringen aber für bürgerliche Gleich-

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