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ein Kriegsgericht gestellt und binnen vierundzwanzigStunden erschossen werden. Ich kann das Gesichtjenes alten Mannes gar nicht vergessen. Auf derMorguc sah ich den 8. Junius ebenfalls einen altenMann, der mit Wunden bedeckt war, und, wie einneben mir stehender Nationalgarde mir versichert,ebenfalls als Republikaner sehr kompromittiert sei.Er lag aber auf den Bänken der Morgue. Letztere istnämlich ein Gebäude, wo man die Leichen, die manauf der Straße oder in der Seine findet, hinbringtund ausstellt, und wo man also die Angehörigen,die man vcrmisst, auszusuchen pflegt.
An oben erwähntem Tage, den 8. Juni, be-gaben sich so viele Menschen nach der Morgue, dassmau dort Queue machen musstc wie vor der großenOper, wenn Robcrt-lc-Diablc gegeben wird. Ichmusstc dort fast eine Stunde lang warten, bis ichEinlast fand, und hatte Zeit genug, jenes trübsin-nige Haus, das vielmehr einem großen Stcinklum-pen gleicht, ausführlich zu betrachten. Ich weiß nicht,was es bedeutet, dast eine gelbe Holzschcibc mitblauem Mittelgrund, wie eine große brasilianischeKokarde, vor dem Eingang hängt. Die Hausnum-mer ist 21, vinAt-uu. Drinnen war es melancho-lisch anzusehen, wie ängstlich einige Menschen dieausgestellten Todtcn betrachteten, immer fürchtend,