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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
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nenknechten zu entgehen, sich selber tödtctcn; derschöne Antäos war der Letzte, noch einmal bcngteer sich über den tobten Klcomcncs, den geliebtenFreund, ünd küsste die geliebten Lippen, und stürztesich dann in sein Schwert.

Über die Zahl Derer, die auf der Ruc Saint-Martin gefachten, ist noch nichts Bestimmtes ermit-telt. Ich glaube, dass anfangs gegen zweihundertRepublikaner dort versammelt gewesen, die aberendlich, wie oben angedeutet, während des Tagesvom 6. Juni auf sechzig zusammengeschmolzen wa-ren. Kein Einziger war dabei, der einen bekanntenNamen trug, oder den man früher als einen aus-gezeichneten Kämpen des Rcpublikanismus gekannthätte. Es ist Das wieder ein Zeichen, dass, wennjetzt nicht viele Hcldcnnamcn in Frankreich beson-ders laut erklingen, keineswegs der Mangel anHelden daran Schuld ist. Überhaupt scheint dieWcltperiodc vorbei zu sein, wo die Thatcn der Ein-zelnen hervorragen; die Völker, die Parteien, dieMassen selber sind die Helden der ncucrn Zeit; diemoderne Tragödie unterscheidet sich von der antikendadurch, dass jetzt die Chöre agieren und die eigent-lichen Hauptrollen spielen, während die Götter, He-roen und Tyrannen, die frühcrhin die handelndenPersonen waren, jetzt zu mäßigen Repräsentanten