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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
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Es ist leicht vorauszusehen, dass die Idee einerRepublik, wie sie jetzt viele deutsche Geister erfasst,keineswegs eine vorübergehende Grille ist. Den Dok-tor Wirth und den Sicbenpfciffcr und Herrn Scharpfund Georg Fein aus Braunschwcig und Grosse, undSchüler und Savohc, man kann sie festsetzen, undman wird sie festsetzen; aber ihre Gedanken bleibenfrei und schweben frei, wie Vögel in den Lüften.Wie Vögel nisten sie in den Wipfeln deutscherEichen, und vielleicht ein halb Jahrhundert langsieht man und hört man Nichts von ihnen, bissie eines schönen Sommcrmorgcns aus dem öffent-lichen Markte zum Vorschein kommen, großgewachsengleich dem Adler des obersten Gottes, und mitBlitzen in den Krallen. Was ist denn ein halboder gar ein ganzes Jahrhundert? Die Völker habenZeit genug, sie sind ewig; nur die Könige sindsterblich.

Ich glaube nicht so bald an eine deutsche Revo-lution, und noch viel weniger an eine deutscheRepublik; letztere erlebe ich auf keinen Fall; aberich bin überzeugt, wenn wir längst ruhig in un-seren Gräbern vermodert sind, kämpft man inDeutschland mit Wort und Schwert für die Re-publik. Denn die Republik ist eine Idee, undnoch nie haben die Deutschen eine Idee aufge-