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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
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Annalen der Welthistorie und das feurige Mene-Tekel der Tagesblätter, und sogar die laute Volks-stimme auf der Straße ihre Warnungen aussprechen.Auch die OpPositiouSkotcricn lügen eigentlich nichtmit Absicht; sie glauben ganz bestimmt zu siegen,wie überhaupt die Menschen immer Das glauben,was sie wünschen; sie berauschen sich im Cham-pagner ihrer Hoffnungen; jedes Missgcschick deutensie als ein nothwendiges Ereignis, das sie demZiele desto näher bringe; am Vorabende ihresUntergangs strahlt ihre Zuversicht am brillantesten,und der Gerichtsbote, der ihnen ihre Niederlagegesetzlich ankündigt, findet sie gewöhnlich im Streiteüber die Verthcilung der Bärenhaut. Daher dieeinseitigen Jrrthümer, denen man nicht entgehenkann, wenn man der einen oder der andern Parteinahe steht; jede täuscht uns, ohne es zu wollen,und wir vertrauen am liebsten unfern glcichgesinntcnFreunden. Sind wir selber vielleicht so indifferenterNatur, dass wir, ohne sonderliche Vorneigung, mitallen Parteien beständig verkehren, so verwirrt unsdie süffisante Sicherheit, die wir bei jeder Parteierblicken, und unser Urtheil wird aufs unerquick-lichste neutralisiert. Jndiffercntistcü solcher Art, dieselbst ohne eigene Meinung sind, ohne Theilnahmean den Interessen der Zeit, und die nur erlauschen