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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
Seite
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wichtige Rolle spielen muss, von seinem Charakterzu erwarten steht. Über letztern sind aber die Mei-nungen verschieden, ja entgegengesetzt. Die Einensagen, der Herzog von Orleans sei gänzlich bor-niert, gcistcsblödc, stumpfsinnig, sogar in seinerFamilie heiße er g-ranä ponlot, dabei sei er den-noch mit absolutistischen Neigungen behaftet, manch-mal bekomme er sogar Anfälle von Herrschwuth,so habe er z. B. halsstarrig darauf bestanden, dassihn sein Vater zur Zeit der Onvricr-Emcuten nachLyon gehen lasse, denn sonst käme ihm der Herzogvon Reichstädt zuvor u. s. w. Andere hingegensagen, Se. königliche Hoheit der Kronprinz sei lau-ter Herzensgute, Wohlgcsinnung und Bescheiden-heit; er sei ein sehr vernünftiger junger Mensch,der die angemessenste Erziehung und den bestenUnterricht genossen; er sei voll Muth, Ehrgefühlund Frcihcitslicbc, wie er denn oft seinem Vaterein liberales System dringend anrathe; er sei ganzohne Falsch und Groll, er sei die Liebenswürdig-keit selbst, und räche sich an seinen Feinden amliebsten dadurch, dass er ihnen beim Tanze die hüb-schen Mädchen wcgkapcrc"). Ich brauche wohl nichtzu sagen, dass solch wohlwollendes Urtheil von den

"l In der neuesten französischen Ausgabe ist der Schlussdieses Absatzes verändert, wie folgteDas erstere Urtheil ist