Druckschrift 
8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
Seite
98
Einzelbild herunterladen
 

Kcßncr'sche Kassendefckt dic Geister doch noch mehrzu irritieren. Dieser ist wichtiger für die Tagsge-schichte. Während ich Dieses schreibe, vernimmt man,dass er nicht sechs, sondern zehn Millionen be-trage. Man glaubt sogar, er werde sich am Endeals eine Summe von zwölf Millionen ausweisen.Das schmälert freilich das Verdienst des Mannes,und ich kann ihm keine Eichcnkrone mehr zuerkennen.Durch diesen Kassendefckt, wobei es an Jffland'-schen Rtthrungssccnen nicht fehlte, gcräth zunächstder Baron Louis in große Verlegenheit. Er wirdwohl am Ende das Kautionnemcnt, das von Keß-ncr nicht gefordert worden, selbst bezahlen müssen.Er kann diesen Schaden leicht tragen; denn er istenorm reich, zieht jährlich über 200,000 Frankenbare Revenuen, und ist ein alter Ablni, der keineFamilie hat. Pcrier ärgert sich mehr, als man glaubt,über diese Geschichte, da sie Geld, welches seineForce und seine Schwäche, betrifft; wie wenig Scho-nung ihm die Opposition bei dieser Gelegenheitangcdeihcn lassen, ist aus den Blättern bekannt.Diese referieren hinlänglich die Unmündigkeiten, diein der Kammer vorfallen, und es bedarf ihrer hierkeiner bcsondcrn Erwähnung. Wahrlich, die Oppo-sition beträgt sich eben so kläglich wie das Mini-sterium, und gewährt einen eben so widerwärtigen