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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
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König von Preußen ein sehr religiöser Mann, erhält streng auf Religion, er ist ein guter Christ,er hängt fest am evangelischen Bekenntnisse, er hatselbst eine Liturgie geschrieben, er glaubt an dieSymbole — ach! ich wollte, er glaubte an Jupiter,den Vater der Götter, der den Meineid rächt, under gäbe uns endlich die versprochene Konstitution.

Oder ist das Wort eines Königs nicht so heiligwie ein Eid?

Von allen Tugenden Friedrich Wilhclm's rühmtman jedoch an? meisten seine GcrcchtigkeitSlicbe. Manerzählt davon die rührendsten Geschichten. Noch jüngsthat er 11,227 Thaler 13 gute Groschen aus seinerPrivatkasse geopfert, um den Rechtsansprüchen einesKyritzcr Bürgers zu genügen. Man erzählt, der Sohndes Müllers von Sanssouci habe ans Gcldnothdie berühmte Windmühle verkaufen wollen, worübersein Vater mit Friedrich dein Großen processierthat. Der jetzige Köllig ließ aber dem benöthigtcnMann eine große Geldsumme vorstrecken, damit dieberühmte Windmühle in dem alten Zustande stehenbleibe, als ein Denkmal preußischer Gerechtigkcits-licbc. Das ist Alles sehr hübsch und löblich — aberwo bleibt die versprochene Konstitution, worauf daspreußische Volk nach göttlichem und weltlichem Rechtedie cigenthümlichsten Ansprüche machen kann? So

Hein e'S Werke. Bd. VIII. Z