Druckschrift 
7 (1861) Über Deutschland : Th. 3
Entstehung
Seite
314
Einzelbild herunterladen
 

in den Händen. Sic umtanzen den Ritter mit glü-hender Leidenschaft; sie bieten ihm ebenfalls eineKrone und ein Sccptcr an, und er wird unwill-kürlich mit fortgerissen in die lodernde Flammenlnst;diese hätte ihn verzehrt, wenn nicht Plötzlich Wald-harntöne erklängen und im Hintergrund in denLüften die wilde Jagd sich zeigte. Der Ritter reißtsich los von den Feucrgcistcrn, welche wie Raketenversprühen und verschwinden; der Befreite breitetsehnsüchtig die Arme ans gegen die Führerin deswilden Jagdhecrcs.

Das ist Diana. Sie sitzt auf einem schnee-weißen Ross, und winkt dem Ritter mit lächelndemGruß. Hinter ihr reiten, ebenfalls aus weißen Rossen,die Nymphen der Göttin, sowie auch die Götter-schar, die wir schon als Besuchende in dem altenTempel gesehen, nämlich Apollo mit den Musen undBacchus nebst seinen Gefährten. Den Nachtrab aufFlügelrössen bilden einige große Dichter des Alter-thnms und des Mittelalters, sowie auch schöne Frauender letztem Perioden. Die Bcrgkoppcn umwindend,gelangt der Zug endlich in den Vordergrund undhält seinen Eintritt in die weit sich öffnende Pfortezur linken Seite der Sccnc. Nur Diana steigt vonihrem Ross herab und bleibt zurück bei dem Ritter,dem frcudeberanschtcn. Die beiden Liebenden feiern