dcr Ritter sitzt, brütend und melancholisch. Nebenihm stehen seine Gattin im enganliegenden, spitz-kragigcn Chatelaine-Kostüm, und sein Schalksnarrmit Narrenkappe und Pritsche; sie bemühen sichBeide vergeblich, den Ritter anszuhcitern durch ihreTänze. Die Chatclninc drückt durch ehrsam gemes-sene Pas ihre eheliche Zärtlichkeit aus und geräthsast in Sentimentalität; der Narr scheint dieselbeübertreibend zu parodieren und macht die barockstenSprünge. Die Musikanten präludieren ebenfallsallerlei Zerrmclodien. Draußen Trompetenstöße,und bald erscheinen die Ballgästc, Ritter und Fräu-lein, ziemlich steife bunte Figuren im überladenstenMittelalterputz; die Männer kriegerisch roh undblöde, die Frauen affektiert, sittsam und zimperlich.Bei ihrem Eintritt erhebt sich der Burgherr, derRitter, und es gicbt die ceremoniösesten Verbeu-gungen und Knixe. Der Ritter und seine Gemahlineröffnen den Ball. Gravitätisch germanischer Walzer.Es erscheinen dcr Kanzler und seine Schreiber inschwarzer Amtstracht, die Brust beladen mit gold-ncn Ketten, und brennende Wachskerzen in derHand; sie tanzen den bekannten Fackcltanz, währendder Narr aufs Orchester hinaufspringt und dasselbedirigiert; er schlägt verhöhnend den Takt. Wiederhört man draußen Trompetenstöße.
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