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rcn. Daher Scheinheiligkcit, Heuchelei und gleißen-des Frömmeln bei deutschen Pfaffen; bei den ita-lienischen hingegen viel mehr Durchsichtigkeit derMaske, und eine gewisse feiste Ironie und behag-liche Weltvcrdanung.
Doch was helfen solche allgemeine Reflexionen!Sie können dir wenig nutzen, lieber Leser, wenndu etwa Lust hättest, gegen das katholische Pfaffcn-thnm zu schreiben. Zu diesem Zwecke muss man,wie gesagt, mit eignen Augen die Gesichter sehen,die dazu gehören. Wahrlich, es ist nicht einmalhinreichend, wenn man sie im königlichen Opern-hause zu Berlin gesehen hat. Der vorige General-intendant that zwar immer das Scinige, um denKrönungszug in der Jungfrau von Orleans sotäuschend treu als möglich darzustellen, seinen Lands-leuten die Idee einer Procession zu veranschau-lichen und ihnen Pfaffen von allen Koulenren vorAugen zu bringen. Doch das getreueste Kostümkann nicht die Originalgesichter ersetzen, und ver-trödelte man sogar noch extra 100,000 Thaler fürgoldne Bischofsmützen, sestonierte Chorhemden,buntgestickte Mcssgewänder und ähnlichen Kram —so würden doch die protestantisch vernünftigen Na-sen, die unter jenen Bischofsmützen hcrvorprote-sticren, die dünnen dcnkglünbigen Beine, die aus