reben in festlichen Windungen sich meilenweit hin-zogen. Das ganze Land ist dort so gartenhaftund geschmückt wie bei uns die ländlichen Scenen,die auf dem Theater dargestellt werden; auch dieLandleute selbst gleichen jenen bunten Gestalten,die uns dann als singende, lächelnde und tanzendeStaffage ergötzen. Nirgends Philistcrgcsichter. Undgiebt es hier auch Philister, so sind es doch ita-liänische Orangenphilister und keine plump deut-schen Kartoffelphilister. Pittoresk und identisch wiedas Land sind auch die Leute, und dabei trägtjeder Mann einen so individuellen Ausdruck imGesicht, und weiß in Stellung, Faltenwurf desMantels, und nöthigenfalls in Handhabung desMessers, seine Persönlichkeit geltend zu machen.Dagegen bei uns zu Lande lauter Menschen mitallgemeinen, gleichförmigen Physiognomien; wennihrer zwölf beisammen sind, bilden sie ein Dutzend,und wenn Einer sie dann angreift, rufen sie diePolizei.
Auffallend war mir, im Lnccesischen, wie imgrößten Theile Toskanas, tragen die Frauenzimmergroße schwarze Filzhnte mit herabwallend schwarzenStraußsedern; sogar die Strohflechterinnen tragendergleichen schwere Hauptbedeckung. Die Männerhingegen tragen meistens einen leichten Strohhut,