streckte hinter sich ihre Füße in die Höhe und ließsie wie hölzerne Puppen agieren. Der blaue Fußsollte den Abbatc Cecco und der rothe die armeFranccska vorstellen, und indem sie ihre eigeneGeschichte parodierte, ließ sie ihre beiden verliebtenFüße von einander Abschied nehmen, und es warein rührend närrisches Schauspiel, wie sich beidemit den Spitzen küsstcn und die zärtlichsten Dingesagten — und dabei weinte das tolle Mädchenergötzlich kichernde Thränen, die aber dann undwann etwas unbcwusst tiefer aus der Seele kamen,als die Rolle verlangte. Sie ließ auch im drol-ligen Schmerzensübermuth den Abbate Cecco einelange Rede halten, worin er die Schönheit derarmen Franccska mit pedantischen Metaphernrühmte, und die Art, wie sie auch als arme Fran-ccska Antwort gab und ihre eigene Stimme inder Sentimentalität einer früheren Zeit kopierte,hatte etwas PuppcnspiclwehmttthigeS, das mich wun-dersam bewegte. Ade, Cecco! Ade, Franccska! warder beständige Refrain, die verliebten Füßchcn woll-ten sich nicht verlassen — und ich war endlich froh,als ein unerbittliches Schicksal sie von einandertrennte, indem süße Ahnung mir zuflüsterte, dasses für mich ein Missgeschick wäre, wenn die bei-den Liebenden beständig vereint blieben.
14»