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2 (1861) Reisebilder : Th. 2
Entstehung
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noch immer eine Welteinheit, und es gab ganzeDichter. Wir wollen diese Dichter ehren und unsan ihnen erfreuen; aber jede Nachahmung ihrerGanzheit ist eine Lüge, eine Lüge, die jedes ge-sunde Auge durchschaut, und die dem Hohne dannnicht entgeht. Jüngst, mit vieler Mühe, verschaffteich mir in Berlin die Gedichte eines jener Ganz-heitdichter, der über meine byronische Zerrissenheitso sehr geklagt, und bei den erlogenen Grünlich-keiten, den zarten Naturgefühlcn, die mir da wiefrisches Heu cntgegendufteten, wäre mein armesHerz, das schon hinlänglich zerrissen ist, fast auchvor Lachen geborsten, und unwillkürlich rief ich:Mein lieber Herr Jntendanturrath Wilhelm Ncu-mann, was gchn Ihnen die jrine Becme an?

Sie sind ein zerrissener Mensch, so zu sagen:ein Byron — wiederholte der Marchese, sah nochimmer verklärt hinab ins Thal, und schnalzte zu-weilen mit der Zunge am Gaumen vor andächtigerBewunderung: — Gott! Gott! Alles wie gemalt!

Armer Byron! solches ruhige Genießen wardir versagt! War dein Herz so verdorben, dass dudie Natur nur sehen, ja sogar schildern, aber nichtvon ihr beseligt werden konntest? Oder hat ByssheShelley Recht, wenn er sagt, du habest die Natur