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2 (1861) Reisebilder : Th. 2
Entstehung
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der Deklamation des Marchcse wurde sie in mirlaut, und, den Spott auf meinen Lippen errathend,rief er verdrießlich: Stören Sie mich nicht —Sie haben keinen Sinn für reine Natürlichkeit —Sie sind ein zerrissener Mensch, ein zerrissenesGcmüth, so zu sageu: ciu Byron.

Lieber Leser, gehörst du vielleicht zu jenenfrommen Vögeln, die da einstimmen in das Liedvon byronischer Zerrissenheit, das mir schon seitzehn Jahren in allen Weisen vorgepfiffen und vor-gczwitschert worden, und sogar im Schädel desMarchcse, wie du oben gehört hast, sein Echo ge-funden? Ach, theurer Leser, wenn du über jeneZerrissenheit klagen willst, so beklage lieber, dassdie Welt selbst mitten entzwei gerissen ist. Dennda das Herz des Dichters der Mittelpunkt derWelt ist, so musstc es wohl in jetziger Zeit jäm-merlich zerrissen werden. Wer von seinem Herzenrühmt, es sei ganz geblieben, Der gesteht nur,dass er ein prosaisches, weitabgclcgcnes Winkelhcrzhat. Durch das mcinige ging aber der große Wcltriss,und eben desswcgcn weiß ich, dass die großen Göttermich vor vielen Anderen hochbegnadigt und desDichtermärtyrthums würdig geachtet haben.

Einst war die Welt ganz, im Alterthum undMittelalter; trotz der äußeren Kämpfe gab's doch