ahnen als anschauen könne. Vielleicht sind lands-mannschaftliche Eigenheiten in ihnen verborgen, dieden dritten Landsmann, nämlich mich, wie leiseheimische Laute ansprechen. Diese geheime Ver-wandtschaft besteht aber nimmermehr in der nie-derländischen Heiterkeit und Farbenlust, die unsaus allen Bildern des Rubens cntgegenlacht, sodass man meinen sollte, er habe sie im freudigenRheinweinrausch gemalt, während tanzende Kirmes-musik um ihn her jubelte. Wahrlich, die Bilder desCornelius scheinen eher am Charfreitage gemalt zusein, während die schwermüthigen Leidenslicdcr derProcession durch die Straßen zogen und im Ate-lier und Herzen des Malers widerhallten. In derProduktivität, in der Schöpfungskühnheit, in dergenialen Ursprünglichkeit sind sich Beide ähnlicher,Beide sind gcbornc Maler, und gehören zu demCykluS großer Meister, die größtcntheils zur Zeitdes Raphael blühten, einer Zeit, die auf Rubensnoch ihren unmittelbaren Einfluss üben konnte, dieaber von der unsrigen so abgeschieden ist, dass wirob der Erscheinung des Peter Cornelius fast er-schrecken, dass er uns manchmal vorkommt wie derGeist eines jener großen Maler aus raphaelischerZeit, der aus dem Grabe hcrvorsteige, um nocheinige Bilder zu malen, ein todtcr Schöpfer, selbst-
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