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Stein trugen, bis der Tod sie von der Arbeit ab-rief, und andere Baumeister das Werk fortsetztenund sich nachher ebenfalls zur Ruhe begaben —alle im festen Glauben an die Ewigkeit der katho-lischen Religion und im festen Vertrauen auf diegleiche Denkweise der folgenden Geschlechter, dieweiter bauen würden, wo die Vorfahren aufgehört.
Es war der Glaube der Zeit, und die altenBaumeister lebten und entschliefen in diesem Glau-ben. Da liegen sie nun vor den Thurm jener altenKirchen, und es ist zu wünschen, dass ihr Schlafrecht fest sei, und das Lachen der neuen Zeit sienicht erwecke. Absonderlich für Solche, die voreinem von den alten Domen liegen, die nicht fertiggeworden sind, für Solche wäre es sehr schlimm,wenn sie des Nachts plötzlich erwachten, und imschmerzlichen Mondschein ihr unvollendetes Tage-werk sähen, und bald merkten, dass die Zeit desWeiterbauens aufgehört hat, und dass ihr ganzesLeben nutzlos war und dumm.
So spricht die jetzige neue Zeit, die eine an-dere Aufgabe hat, einen anderen Glauben.
Ich hörte einst in Köln, wie ein kleiner Bubeseine Mutter frug, warum man die halben Domenicht fertig baue. Es war ein schöner Bube, undich küsste ihm die klugen Augen, und da die Mut-
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