spätern Periode, die plump deutschen Nachäffungender glatt französischen Unnatur, die Prachtgcbäudeder Abgeschmacktheit, toll schnörkelhaft von außen,von innen noch putziger dekoriert mit schreiendbunten Allegorien, vergoldeten Arabesken, Stukka-turen, und jenen Schildcreicn, worauf die seligenhohen Herrschaften abkonterfeit sind: die Kavalieremit rothen, betrunken nüchternen Gesichtern, worüberdie Allongcperückcn wie gepuderte Löwenmähnenherabhängen, die Damen mit steifem Toupet, stäh-lernem Korsett, das ihr Herz zusammenschnürte,und ungeheurem Reifrock, der ihnen desto mehrprosaische Ausdehnung gewährte. Wie gesagt, dieserAnblick verstimmt uns nicht, er trägt vielmehrdazu bei, uns die Gegenwart und ihren lichtenWerth recht lebhaft fühlen zu lassen, und wennwir die neuen Werke betrachten, die sich neben denalten erheben, so ist's, als würde uns eine schwerePerücke vom Haupte genommen und das Herz be-freit von stählerner Fessel. Ich spreche hier vonden heiteren Kunsttcmpeln und edlen Pallüsten,die in kühner Fülle hcrvorblühen aus dem GeisteKlenze's, des großen Meisters.
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