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1 (1861) Reisebilder : Th. 1
Entstehung
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mir wonnig und angenehm zu Muthe, und ichträllere unwillkürlich: „Am Rhein, am Rhein, dawachsen unsre Reben —" „Dies Bildnis ist be-zaubernd schön —" „O weiße Dame — —"Mein Rüdesheimcr schaut alsdann sehr sauer, undman sollte glauben, er bestände nur aus Gift undGalle — aber ich versichere Sie, Madame, es istein echtes Gewächs; findet sich auch das Beglau-bigungswappen nicht eingebrannt, so weiß doch derKenner es zu würdigen, ich werde dieses Fässchcngar freudig anzapfen, und wenn es allzubedrohlichgährt und auf eine gefährliche Art zerspringen will,so soll es von Amtswcgen mit einigen eisernenReifen gesichert werden.

Sie sehen also, Madame, für mich brauchenSie Nichts zu besorgen. Ich kann Alles ruhigansehen in dieser Welt. Der Herr hat mich ge-segnet mit irdischen Gütern, und wenn er mir auchden Wein nicht ganz bequem in den Keller gelie-fert hat, so erlaubt er mir doch in seinem Wein-berge zu arbeiten, ich brauche nur die Trauben zulesen, zu keltern, zu pressen, zu Kütten, und ichhabe dann die klare Gottesgabe; und wenn mirauch nicht die Narren gebraten ins Maul fliegen,sondern mir gewöhnlich roh und abgeschmackt ent-gegenlaufen, so weiß ich sie doch so lange am