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1 (1861) Reisebilder : Th. 1
Entstehung
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mal von ihnen zu einem Mittagsessen eingeladenzu werden. —

Sie sehen, Madame, ich kann alle Menschengebrauchen, und der Adresskalender ist eigentlichmein Hausinventarium. Ich kann daher auch niebankerott werden, denn meine Gläubiger selbstwürde ich in Erwerbsquellen verwandeln. Außer-dem, wie gesagt, lebe ich wirklich sehr ökonomisch,verdammt ökonomisch. Z. B. während ich Diesesschreibe, sitze ich in einer dunklen, betrübten Stubeauf der Düsternstraße — aber ich ertrage es gern,ich könnte ja, wenn ich nur wollte, im schönstenGarten sitzen, eben so gut wie meine Freunde undLieben; ich brauchte nur meine Schnapsklicnten zurealisieren. Diese Letzteren, Madame, bestehen ausverdorbenen Friseuren, heruntergekommenen Kupp-lern, Speiscwirthen, die selbst Nichts mehr zuessen haben, lauter Lumpen, die meine Wohnungzu finden wissen, und für ein wirkliches Trinkgeldmir die Chroniquc scandalcnse ihres Stadtviertelserzählen — Madame, Sie wundern sich, dass ichsolches Volk nicht ein für allemal zur Thür hin-auswerfe?— Wo denken Sie hin, Madame! DieseLeute sind meine Blumen. Ich beschreibe sie einstin einem schönen Buche, für dessen Honorar ichmir einen Garten kaufe, und mit ihren rothen,

Heine's Werke. Bd. I.

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