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nun an ward es sein Ehrenname im ganzen deutschen Volke. Undwahrlich, ein schönerer, passenderer Name hatte für unsern Heldennicht erdacht werden können. »Vorwärts!« hieß ja sein Lieb-lingswort; »vorwärts!« war der Grundzug seines Charakters.Dieses »Vorwärts!« that in Schlachten dem Feinde est mehrSchaden, als das beste Regiment. Dieses »Vorwärts!« hatte dieschlesische Armee aus dem Winkel Schlesiens heraus bis nach Leip-zig geleitet, es führte sie später siegend über den Rhein und in dasHerz Frankreichs; selbst Paris, das sich in seinem Stolze dieHauptstadt der Welt nannte, mußte zwei Mal die Thvre öffnenvor der Macht dieses Wörtleins. Darum verbreitete sich auchder Name »Marschall Vorwärts!« — und mit ihm derRuhm dessen, der ihn trug — bald durch ganz Deuschland, durchganz Europa, durch die ganze civilisirte Welt. Vom Beginne desKrieges an war Paris das eigentliche Ziel seines glühenden Vor-wärlsdranges. »Napoleon muß herunter vom Throne!« hatte eroft geäußert, laut wiederholte er jetzt dieses Wort. Es ärgerteihn, daß man den Feind habe »entschlüpfen lassen zum baldigenWiederkommen,« und der Sieg von Leipzig schien ihm nur einhalber, wenn nicht die kräftigste Verfolgung sich daran reihe.
21. Die Altmeister.
Noch am 19. October, nach dem Sturme von Leipzig, deta-schirte der Feldmarschall von Blücher seine Corps zur Verfolgungdes Feindes. Den 21. October mit Tagesanbruch waren dieCorps Graf Langeron und von Sacken in der Gegend von Wei-ßenfels. Der Feind brannte die Brücke ab und zog sich nach Frei-burg zurück. Der FeldmarschaU von Blücher ließ den Feind durchArtillerie vom linken Ufer der Saale vertreiben, und befahl, sogleicheine Brücke über die Saale zu schlagen. Blücher ließ daher au-genblicklich die Zimmerleute, Schiffer und Fischer von Wcißcnfelszusammenrufen, um mit ihnen die Sache zu überlegen. Unterdiesen Handwerkern befand sich ein alter Zimmermeister, der imJahre 1757 als Lehrburfche mit an der Brücke gearbeitet hatte,auf welcher Friedrich der Große über die Saale ging, um bei Roß-bach die Franzosen zu schlagen. Dieser noch sehr rührige Greis,durch Blüchers trauliche Anrede ermuntert, rieth, eine ähnlicheSchiff- oder Floßbrücke an derselben Stelle zu errichten, und erbotsich, selbst den Bau zu leiten, was mit Vergnügen angenommenwurde. Holz war genug vorhanden, denn der Fluß war mit Flö-ßen und Bretterkähnen bedeckt. Nach vier Stunden, in denen