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3 (1843) Der Hirt
Entstehung
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Beschluß au die falschen Hirten.

Dagegen auch ihr, falsche Hirten! wenn noch einFünklcin in euch glüht, das noch meint, es ist ein Gott,wenn noch ein Tropfen Menschenliebe in euern Herzenfließet; so schonet, um Gottes und der menschlichen Ge-sellschaft willen des Volkes, das ihr so lange nach demWorte Gottes habet hungern lassen, und dabei es mitunerträglichen Lasten beschwert; voraus ihr, hohe Bi-schöfe! öffnet die Gefängnisse und verwirret nicht dieganze Welt um eures Geizes und um eurer Pracht wil-len! Glaubet ihr, daß es ein Gott sei und daß er einallgemeines Gericht halten »verde über alle Menschen:wie könnet ihr dabei immer ruhig sein, wenn euer Standnichts als eine unbillige Beschwerde ist für die Christen-heit! Und ihr treibet sie, immer neue Lasten zu ziehen,ohne irgend eine Schonung noch Milderung. Darum istwohl offenbar, daß ihr weder Gott noch ein strengesGericht fürchtet: denn wo Furcht ist, da ist auch Besse-rung. Da nun keiner von euch in den unbilligen Be-schwerden jetzt nachläßt, ist es richtig, daß ihr Gottwenig achtet. In wessen Namen seid ihr aber sonstda? Aber ihr tröstet euch mit dem Stab aus Aegypten,das ist, mit den Fürsten und Gewaltigen dieser Welt.Der Stab wird euch in der Hand brechen, und dieSplitter euch übel verletzen. Denn was ist des KönigsKraft, wenn nicht sein Volk? Wenn nun das Volk denKönig und euch nicht beschirmen hilft, wie wohl zu er-warten ist, da es allenthalben schaarenwcisc sich zumWorte Gottes wendet: wo ist dann euer Heil? wo istdes Königs Kraft? Also werdet ihr erleben, wenn ihrnicht nachlasset, daß euch und sie, euere Stützen, Jam-mer treffen wird. Und ob ihr gleich inzwischen euerneignen Brief und Siegel, Glaube und Treue, brechet,und die frommen Verkündigcr des Evangeliums gefan-gen nehmet, peiniget und tödtet, werdet ihr doch nurden Zorn Gottes damit über euch her berufen. Das