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2 (1843) Christliche Einleitung
Entstehung
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starb. Nun soll aber sei» Fleisch und Blut zu einemWiedergedächtniß desjenigen werden, was er gcthanhat, wie hernach kommen wird. Jetzt folgen die Wortedes Blutes:Gleicherweise auch den Kelch, nach demMahle und sprach: Dieser Kelch ist das neue Testa-mcut durch mein Blut j besiegelt). Dieses thut, sooft ihr immer trinket, zu meinem Gedächtniß! Dennso oft ihr irgend dieses Brod esset, und diesen Kelchtrinket, verkündiget ihr den Tod des Herrn, bis daßer kommt!" Dieß sind die Worte des Blutes Christi,bei welchen wir zuerst darauf merken sollen, daß dasWort Kelch für Trank hier genommen wird. Somitnennt er den Trank das neue Testament, d. i. denneuen Bund und das neue Vermächtniß. Denn Christushat uns, wie oben steht, durch das Vergießen seinesBlutes wiederum mit seinem himmlischen Vater versöhnt,und einen ewigen Bund aufgerichtet, durch den wir zuGott kommen können. Und wenn wir die Eigenschafteneines Testamentes ansehen, so ist ein Vermächtniß erstdann in Kraft, wenn der stirbt, der es verordnet hat.Also ist das Testament Christi erst am Kreuze in seinemTode aufgerichtet. Eben so wenig nun ein Mensch einsolches Testament aufzurichten vermag, wie es Christusaufgerichtet hat, eben so wenig kann er ihn aufopfern:aber wohl vermag er dessen wieder zu gedenken, wasChristus gethan hat. Und wenn er sich auf seine Lei-den und seine Erlösung verläßt, wird er heil. Deß-wegen hat uns Christus ein bestimmtes, sichtbares Zei-chen seines Fleisches und Blutes hinterlassen, nnd heißtdiese beiden essen und trinken zu seinem Gedächtnisse.