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von den Wanden, sondern wir müssen ihn allein, indemuns Gott gnädig zieht, ans seinem eigenen Worte er-lernen. Siehe, da erfahren wir, daß die Bilder unsnur zu äußerlichem Scheinwerke führen, und unser Herznicht gläubig zu machen vermögen. So sehen wir wohlan den Bildern die äußerlichen Werke der Heiligen;aber den Glauben, durch den alle Dinge geschehen müs-sen, können sie uns nicht verleihen. Wenn wir nun denlauteren und unbefleckten Glauben erlangt haben, siehe,da werden wir über uns selbst spotten, daß wir einenso unwissenden und schwachen Glauben gehabt haben,indem wir wähnten, diese Bilder ermahnen uns zumGuten; da doch Alles eitel ist ohne den Glauben.
Hier macht man noch einen Einwurf: Demnachzieme es sich auch nicht, daß man in den Häusern ir-gend Gemälde habe. Nun sehen wir im alten Testa-mente, in der Stiftshütte die zwei Cherubs und diegewirkten und gestickten Tücher, die ehernen Schlangenund die Knöpfe und Lilien und Veilchen an den Licht-stöcken :c.; auch heißt es 1. König VI., daß SalomonCherubine, Palmen und mancherlei Gemälde im Tempelhabe anbringen lassen, und zwar so schön, als ob sieaus den Wänden Heransgewachsen wären. Darum ziemeohne Zweifel auch uns, solche Gemälde zu haben. Ant-wort: gewiß ist es, daß Gott alle Figuren und Bildernur dcßwegen verboten hat, damit man nichts nebenihm verehre, oder damit man keinem Geschöpfe nebenihm Ehrerbietungen erweise, was man aus Deut. IV.wohl entnehmen kann. Daher können wir wohl merken,daß solche Figuren, die niemals als Götter und Helfer