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für eine Schuld anerkennen und halten muß (dabei soll sieaber ernstlich darauf sehen, daß sie die Schulden, welchevor Gott nicht redlich sind, verbiete oder sie abandere).Und wenn man auch die Pfaffen bis zur nothwendigenAnzahl entlassen will, so gehört doch das Gut, welchessie jetzt besitzen, nicht dir oder einem Andern, sondernden Armen; und zwar nach Verordnung der Obrig-keit und einer jeden Kirchgemeinde. Hierüber ist hiernicht der Ort, weitläufig zu schreiben. Sofern einVerkündiger des göttlichen Wortes einen klaren und ge-sunden Blick hat, so wird er wohl das Rechte hierintreffen.
Es ersieht wohl ein Jeder, daß diese kurze Einleitung,welche für die Ungclchrten gegeben ist, vergebens ist,wenn die Lehrenden nicht zuerst mit Ernste zu Gott beten,daß er ihnen seine Gnade verleihen wolle; und darnachfleißig die Schrift erforschen und Tag und Nacht darinwandle»; und endlich Begeisterung haben, das wahreJerusalem zu bauen. Wenn sie aber, wie ihnen zusteht,die Ehre Gottes und die Wohlfahrt der Seelen beför-dern wollen, und nicht auf das Zeitliche, sondern aufdas Ewige schauen: so wird ihnen Gott das Wort derWahrheit reichlich mitthcilen. Er macht den HirtenAmos zu einem Prediger und Propheten. Darum sollensie im Worte Gottes reich sein und das Evangelium,daS ohne das Gesetz nicht verstanden werden kann, der-gestalt vortragen, daß Gute und Böse wissen, auf wel-chem Wege man zu Gott gelangen könne. Es gibtnoch viele Ungezogenere, die man scharf vornehmen muß.Sie rühmen sich, von dem Gesetze frei zu sein, und