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2 (1843) Christliche Einleitung
Entstehung
Seite
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Heiland der Welt sei, hat es Keinem, der an mich ge-glaubt hat, mehr den Tod bringen können: denn ichbin die Bezahlung und die Erlösung. Noch so bleibtsedes Gesetz, so weit es den inneren Menschen betrifft,in Ewigkeit unabgethan. Dieses wird durch ein Bei-spiel klar.Du sollst nicht stehlen!" ist ein ewigesGebot. Hat nun Einer gestohlen, und du erlösest ihnbei dem Richter vom Galgen, so ist er dann wohl vomGesetze erlöst. Doch ist er nicht so vom Gesetze erlöst,daß er snrderhin wider das Gesetz stehlen dürfte. Undwenn man ihn gleich, so oft er stiehlt, vom Galgenerlöste: so würde er dennoch nimmer frei gemacht, daßer das Gesetz nicht fürder halten sollte. So verhältes sich auch hier; obgleich Christus für unsere Sündein Ewigkeit bezahlt hat, steht dennoch allerwegen dasGesetz fest; aber wenn wir auf Christum vertrauen, somögen wir durch das Gesetz nicht verdammt werden.Dieß ist ein Theil vom Abthnn des Gesetzes; da wirvon der Strafe des Gesetzes erlöst sind, in sofern wirauf den Herrn Jcsum Christum, unseren Heiland, ver-trauen.

Zweitens ist das Gesetz nur dem Frommen abge-nommen, ja es ist ihm niemals gegeben, 1. Tim. I. 9.Wer heißt aber in der heiligen Schrift fromm? Nichtderjenige, der nicht sündiget: denn Keiner ist ohneSünde, 1. Joh. 1. 8; sondern der Gläubige, wie ge-schrieben steht Habak. II. 4, Röm. I. 17 :Der Gläu- bige wird durch den Glauben leben. " Der lebt alleinwahrhaftig, der sich selbst als todt und unvermögenderkennt, und sich allein auf die Gnade Gottes verläßt;