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2 (1843) Christliche Einleitung
Entstehung
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bescheiden reden, daß es eine Schmach Gottes ist. Da-rum soll hier, wie oben verheißen worden, vom Abthundes Gesetzes folgen. Christus spricht, Luc. XVI. 16,!7:Das Gesetz und die Propheten reichen bis aufJohannes; von da an wird das Reich Gottes ver-sündiget, und ein Jeder erstrebt es mit Gewalt. Leichter ist es, daß Himmel und Erde vergehen, alsdaß vom Gesetz ein Strichlein hinfalle." Hier hörenwir zuerst klar, daß das Gesetz nur bis auf Johannesden Täufer gereicht habe; sodann: es könne kein Strich-lein vom Gesetze hinfallen. Diese zwei Meinungenscheinen im geraden Gegensatze zu einander zu stehen,und dock hat sie der Mund Gottes selbst verkündet undnebeneinander gestellt; woraus wir wohl sehen, daßdieses nicht vergebens geschehen sei. Hier thnt es nichtNotb, anzuzeigen, wie die Ceremonicn des alten Testa-mentes , d. i. die äußerlichen Opfer, Waschungen,Räucherungen und Brennungcn mit den Kleidungen,Gefäßen und Form des Tempels zc., abgethan seien.Diese Dinge hatten nur eine Vorbedeutung auf Christum;darum sind sie auch, wie der Schatten wenn das Lichtkommt, bingefallen, als Christus erschien. Es mußaber hier gezeigt werden, wie das Gesetz, das den in-neren Menschen betrifft, abgethan sei, wie z.B.:Dusollst Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele undvon ganzem Gemüthe lieb haben;" unddu sollstdeinen Nächsten lieben, wie dich selbst!" Wenn dieseGesetze abgethan wären, so wäre auch der Glaube ab-gethan, welcher nichts Anderes ist, als ein stetes GottAnbangen. Darum ist zu bemerken: das Gesetz ist an