Druckschrift 
2 (1843) Christliche Einleitung
Entstehung
Seite
VIII
Einzelbild herunterladen
 

I

wäre wahrscheinlich ein Werk seiner späteren Jahregewesen, hätte Gott ihn den Seinen länger vergönnt.Diese Behauptung möge auch an ihrem Theile nachfol-gende Schrift bewähren: denn wohl wird kaum Jemanddie Tiefe und Kraft des christlichen Geistes, des wahr-baft Schöpferischen in derselben vermissen, oder er wirdauch denselben dem Paulus in seiner Rede, Röm. V?!.und l. Cor. Xlli. absprechen müssen. Wer diese Ka-pitel in ihrer tiefen und ewigen Bedeutung begriffen,der wird auch fühlen, daß der Geist, welcher Zwinglibelebte, kein anderer war, als der auch den Paulusdrängte, in Gotteskraft von dem, was er in sieb em-pfand, Zengniß abzulegen.

Was die äußere Veranlassung dieser Schrift betrifft,so bestand sie in Folgendem. Nach der zweiten Disputa-tion in Zürich ward vom Rathe beschlossen: durch einekurzgefaßte Einleitung auch die bisher unwissenden oderwidriggestunten Pfarrer von der Predigt und Gottes-verehrung zu unterrichten; weil, wie Bnllinger sagt:in dem Gespräche und auch sonst man vielfach ver-banden, wie die Pfarrer auf dem Lande mehreutheilsunbcleseu und unbewandert des göttlichen Wortes."Zwingli verfertigte schleunigst diese Einleitung und der

»!