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6 (1861) Über Deutschland : T. 2
Entstehung
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ganz neue Tonarten überging, sich als einen dercigenthttmlichsten und bedeutendsten modernen Dich-ter geltend machte, und weit mehr dem jungen alsdem alten Deutschland angehört. Aber in den Lie-dern seiner früheren Periode weht derselbe Odem,der uns auch aus den Uhland'schcn Gedichten ent-gegenströmt; derselbe Klang, dieselbe Farbe, derselbeDust, dieselbe Wchmuth, dieselbe Thräue . . . Cha-misso's Thränen sind vielleicht rührender, weil sie,gleich einem Quell, der aus einem Felsen springt,aus einem weit stärkeren Herzen hervorbrechen.

Die Gedichte, die Herr Uhland in südlichen .Versarteu geschrieben, sind ebenfalls den Sonetten,Assonanzen und Ottavcrime seiner Mitschüler vonder romantischen Schule aufs innigste verwandt,und man kann sie nimmermehr, sowohl der Formals des Tones nach, davon unterscheiden. Aber, wiegesagt, die meisten jener Uhland'schcn Zeitgenossenmitsammt ihren Gedichten gerathcn in Vergessenheit;Letztere findet man nur noch mit Mühe in ver-schollenen Sammlungen, wie der „Dichterwald,"die „Sängersahrt," in einigen Frauen- und Musen-almanachen, die Herr Fouqn6 und Herr Tieck her-ausgegeben, in alten Zeitschriften, namentlich inAchim von Arnim's „Trösteinsamkeit" und in der„Wünschclruthc," redigiert von Heinrich Straube