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5.
Ich bin in diesem Augenblick in einer sonder-baren Verlegenheit. Ich darf die Gcdichtcsammlungdes Herrn Ludwig Uhland nicht nnbesprochcn lassen,und dennoch befinde ich mich in einer Stimmung,die kcincsweges solcher Besprechung günstig ist.Schweigen könnte hier als Feigheit oder gar alsPerfidic erscheinen, und ehrlich offne Worte könntenals Mangel an Nächstenliebe gedeutet werden. Inder That, die Sippen und Magen der Uhland'schcnMuse und die Hintersassen seines Ruhmes werdeich mit der Begeisterung, die mir heute zu Gebotesteht, schwerlich befriedigen. Aber ich bitte euch,Zeit und Ort, wo ich Dieses niederschreibe, gehörigzu ermessen. Vor zwanzig Jahren, ich war einKnabe, ja damals, mit welcher überströmenden Be-geisterung hätte ich den vortrefflichen Uhland zu