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sie hier, stark wie eine Eiche, allen Stürmen trotzen;deutsche Liebe blüht, kaum bemerkbar, in der Ferne,doch ihr Veilchendnft dringt uns um so rührenderins Herz. Dieses Drama, oder vielmehr diesesLied, enthält Stellen, welche zu den schönsten Per-len unserer Literatur gehören. Aber das Theater-Publikum hat das Stück dennoch mit Indifferenzaufgenommen oder vielmehr abgelehnt. Ich will dieguten Leute des Parterres nicht allzu bitter darobtadeln. Diese Leute haben bestimmte Bedürfnisse,deren Befriedigung sie vom Dichter verlangen. DieProdukte des Poeten sollen nicht eben den Sym-pathien seines eignen Herzens, sondern viel eherdem Begehr des Publikums entsprechen. Diesesletztere gleicht ganz dem hungrigen Beduinen in derWüste, der einen Sack niit Erbsen gefunden zuhaben glaubt und ihn hastig öffnet; aber ach! essind nur Perlen. Das Publikum verspeist mit Wonnedes Herrn Naupach's dürre Erbsen und MadameBirch-Pfciffer's Saubohnen; Uhland's Perlen findetes ungenießbar.
Da die Franzosen höchstwahrscheinlich nichtwissen, wer Madame Birch-Pfeiffer und Herr Rau-pach ist, so muss ich hier erwähnen, dass diesesgöttliche Paar, geschwisterlich neben einander stehendwie Apoll und Diana, in den Tempeln unserer