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und da ist Gocthc immer ruhig lächelnd, und harm-los wie ein Kind, und wcishcitvoll wie ein Greis.Diese Prosa ist so durchsichtig wie das grüne Meer,wenn Heller Sommcrnachmittag und Windstille, undman ganz klar hinabschauen kann in die Tiefe, wodie versunkenen Städte mit ihren verschollenen Herr-lichkeiten sichtbar werden; — manchmal ist aberauch jene Prosa so magisch, so ahnungsvoll, wieder Himmel, wenn die Abenddämmerung heraufge-zogen, und die großen Goethc'schcn Gedanken tretendann hervor, rein und golden wie die Sterne.Unbeschreiblich ist der Zauber dieses Buches; es istein Selam, den der Occidcnt dem Oriente geschickthat, und es sind gar närrische Blumen darunter,sinnlich rothe Rosen, Hortensien wie weiße nackteMädchenbuscn, spaßhaftes Löwenmaul, Purpurdigi-talis wie lange Mcnschenfingcr, verdrehte Krokos-nasen, und in der Mitte, lauschend verborgen, stilledeutsche Veilchen. Dieser Selam aber bedeutet, dassder Occidcnt seines frierend mageren Spiritualis-mus überdrüssig geworden und an der gesundenKörperwclt des Orients sich wieder erlaben möchte.Goethe, nachdem cr im „Faust" sein Missbchagcnan dem abstrakt Geistigen und sein Verlangen nachreellen Genüssen ausgesprochen, warf sich gleichsam