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jetzt so ganz begreifen, dürfen wir anch glauben,dass die christkatholischc Wcltansicht ihre Endschafterreicht. Denn jede Zeit ist eine Sphinx, die sichin den Abgrund stürzt, sobald man ihr Näthselgelöst hat.
Keineswegs jedoch leugnen wir hier den Nutzen,den die christkatholischc Weltansicht in Europa ge-stiftet. Sie war nothwendig als eine heilsameReaktion gegen den grauenhaft kolossalen Materia-lismus, der sich im römischen Reiche entfaltet hatteund alle geistige Herrlichkeit des Menschen zu ver-nichten drohte. Wie die schlüpfrigen Memoiren desvorigen Jahrhunderts gleichsam die pisoes juotiti-cmtivos der französischen Revolution bilden; wieuns der Tcrrorismus eines ooruits Au salut public;als nothwendige Arznei erscheint, wenn wir dieSelbstbekenntnisse der französischen vornehmen Weltseit der Regentschaft gelesen: so erkennt man auchdie Heilsamkeit des ascctischcn Spiritualismus, wennman etwa den Pctron oder den Apulcjns gelesen,Bücher, die man als piooss justilicmtivss des Chri-stenthnms betrachten kann. Das Fleisch war sofrech geworden in dieser Römerwelt, dass es wohlder christlichen Disciplin bedurfte um es zu züchtigen.Nach dem Gastmal eines Tnmalkion bedurfte maneiner Hungerkur gleich dem Christcnthum.