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weltlichen wie geistlichen Dingen herrschte. Basiertauf Autoritäten waren alle Ansichten der Zeit; derDichter wandelte mit der Sicherheit eines Maul-esels längs den Abgründen des Zweifels, und esherrscht in seinen Werken eine kühne Ruhe, eineselige Zuversicht, wie sie später unmöglich war, alsdie Spitze jener Autoritäten, nämlich die Autoritätdes Papstes, gebrochen war und alle anderen nach-stürzten. Die Gedichte des Mittelalters haben daheralle denselben Charakter, es ist als habe sie nichtder einzelne Mensch, sondern das ganze Volk ge-dichtet; sie sind objektiv, episch und naiv.
In der Literatur hingegen, die mit Lutheremporblüht, finden wir ganz das Gegcnthcil:
1. Ihr Material, der Stoff, der behandeltwerden soll, ist der Kampf der ReformationSintcrcsscnund Ansichten mit der alten Ordnung der Dinge.Dem neuen Zeitgeist ist jener Mischglaube, der ausden erwähnten zwei Elementen, germanische Natio-nalität und indisch-gnostischcs Christcnthum, entstan-den ist, gänzlich zuwider; letzteres dünkt ihm heid-nische Götzendienern, an dessen Stelle die wahreReligion des jndäisch-deistischcn Evangeliums tretensoll. Eine neue Ordnung der Dinge gestaltet sich;der Geist macht Erfindungen, die das Wohlsein derMaterie befördern; durch das Gedeihen der Industrie