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5 (1861) Über Deutschland : Th. 1
Entstehung
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zustellenden, wie Dieses der Fall ist bei den Kunst-werken der Griechen, wo daher in dieser Identitätauch die größte Harmonie zwischen Form und Ideezu finden. Die Behandlung ist romantisch, wenndie Form nicht durch Identität die Idee offenbart,sondern parabolisch diese Idee errathcn lässt. Ichgebrauche hier das Wort „parabolisch" lieber alsdas Wort „symbolisch." Die griechische Mythologiehatte eine Reihe von Göttcrgestaltcn, deren jede, beialler Identität der Form und der Idee, dennocheine symbolische Bedeutung bekommen konnte. Aberin dieser griechischen Religion war eben nur dieGestalt der Götter bestimmt, alles Andere, ihr Lebenund Treiben, war der Willkür der Poeten zur be-liebigen Behandlung überlassen. In der christlichenReligion hingegen gicbt es keine so bestimmte Ge-stalten, sondern bestimmte Fakta, bestimmte heiligeEreignisse und Thatcn, worin das dichtende Gemüthder Menschen eine parabolische Bedeutung legenkonnte. Man sagt, Homer habe die griechischenGötter erfunden; Das ist nicht wahr, sie existiertenschon vorher in bestimmten Umrissen, aber er erfandihre Geschichten. Die Künstler des Mittelaltershingegen wagten nimmermehr in dem geschichtlichenThcil ihrer Religion das Mindeste zu erfinden; derSündcnfall, die Menschwerdung, die Taufe, die

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