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4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
Seite
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ans Kinn, und mit dcm ersten Strich seines Bo-gens begann auch wieder die wunderbare Trans-figuration der Töne. Nur gestaltete sie sich nichtmehr so grellfarbig und leiblich bestimmt. DieseTöne entfalteten sich ruhig, majestätisch wogendund anschwellend, wie die eines Orgclchorals ineinem Dome; und Alles umher hatte sich immer weiterund höher ausgedehnt zu einem kolossalen Räume,wie nicht das körperliche Auge, sondern nur das Augedes Geistes ihn fassen kann. In der Mitte diesesRaumes schwebte eine leuchtende Kugel, woraufriesengroß und stolzerhabcn ein Mann stand, derdie Violine spielte. Diese Kugel, war sie die Sonne?Ich weiß nicht. Aber in den Zügen des Manneserkannte ich Paganini, nur identisch verschönert,himmlisch verklärt, versöhnungsvoll lächelnd. SeinLeib blühte in kräftigster Männlichkeit, ein hell-blaues Gewand umschloss die veredelten Glieder,um seine Schultern wallte in glänzenden Lockendas schwarze Haar; und wie er da fest und sicherstand, ein erhabenes Götterbild, und die Violinestrich, da war es, als ob die ganze Schöpfungseinen Tönen gehorchte. Er war der Mensch-Planet,um den sich das Weltall bewegte, mit gemessenerFeierlichkeit und in seligen Rhythmen erklingend.Diese großen Lichter, die so ruhig glänzend um ihn