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4 (1861) Novellistische Fragmente
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stand. Endlich aber, wie aus geöffneten Schleusen,stürzten aus ihren Augen die Thräncn. Sic über-schwemmten ihr ganzes Antlitz und tröpfelten bisin den Kanal ihres Busens. Dieser Anblick konntejedoch meinen Zorn nicht erweichen, und mit ver-stärkter Bitterkeit sprach ich: O ihr Weiber, ichweiß, dass ihr weinen könnt; aber Thränen sindkeine Suppe. Ihr seid erschaffen zu unserem Un-heil. Euer Blick ist Lug, und euer Hauch ist Trug.Wer hat zuerst vom Apfel der Sünde gegessen?Gänse haben das Kapital gerettet, aber durch einWeib ging Troja zu Grunde. O Troja, Troja, desPriamos heilige Beste, du bist gefallen durch dieSchuld eines Weibes! Wer hat den Marcus An-tonius ins Verderben gestürzt? Wer ließ den Mar-cus Tullius Cicero ermorden? Wer verlangte denKopf Johannis des Täufers? Wer war Ursachevon Abälard's Verstümmelung? Ein Weib! DieGeschichte ist voll Beispiele, wie wir durch euch zuGrunde gehn. All euer Thun ist Thorheit undall euer Denken ist Undank. Wir geben euch dasHöchste, die heiligste Flamme des Herzens, unsereLiebe was gebt ihr uns als Ersatz? Fleisch,schlechtes Rindfleisch, noch schlechteres Hühnerfleisch Ungeheuer, warum hast du keine Suppe ge-schickt !