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4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
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Lippen lächelten vor übcrschwänglichstcr Wonne,spitzten sich manchmal krampfhaft wie zn einemKusse, und er röchelte und stammelte: Vasthi! Kö-nigin Vasthi! Majestät! Fürchte keinen Ahasveros!Geliebte Vasthi!

Mit zornglühcnden Augen beugte sich nundas Weib über den schlafenden Gatten, legte ihrOhr an sein Haupt, als ob sie seine Gedanken er-lauschen könnte, und flüsterte mir zu: Haben Siesich nun überzeugt, Mynhecr Schnabclewopski?Er hat jetzt eine Buhlschaft mit der Königin Vasthi!Der schändliche Ehebrecher! Ich habe dieses un-züchtige Verhältnis schon gestern Nacht entdeckt.Sogar eine Heidin hat er mir vorgezogen! Aberich bin Weib und Christin, und Sie sollen sehen,wie ich mich räche.

Bei diesen Worten riss sie erst die Bettdeckevon dem Leibe des armen Sünders er lag imSchweiß alsdann ergriff sie ein hirschlcderncsBruchband, und schlug damit gottlästcrlich los aufdie dünnen Gliedmaßen des armen Sünders. Die-ser, also unangenehm geweckt aus seinem biblischenTraum, schrie so laut, als ob die Hauptstadt Susain Feuer und Holland in Wasser stünde, und brachtemit seinem Geschrei die Nachbarschaft in Aufruhr.