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Dic schöne Sara war bescheiden vom Gitterzurückgewichen, und eine breite, putzbcladenc Frauvon mittlerem Alter und gar gespreizt wohlwollen-dem Wesen hatte ihr mit stummem Nicken die Mit-einsicht in ihrem Gcbctbnchc vergönnt. Diese Fraumochte wohl keine große Schriftgelehrtin sein; dennals sie die Gebete murmelnd vor sich hinlas, wiedic Weiber, da sie nicht laut mitsingen dürfen, zuthun Pflegen, so bemerkte die schöne Sara, dasssie viele Worte allzusehr nach Gutdünken aussprachund manche gute Zeile ganz übcrschluppcrtc. Nacheiner Weile aber hoben sich schmachtend langsamdie wasscrklarcn Augen der guten Frau, ein flachesLächeln glitt über das porzcllanhaft roth' undweiße Gesicht, und mit einem Tone, der so vor-nehm als möglich hinschmelzen wollte, sprach siezur schönen Sara: „Er singt sehr gut. Aber ichhabe doch in Holland noch viel besser singen hören.Sic sind fremd und wissen vielleicht nicht, dass esder Vorsänger aus Worms ist, und dass man ihnhier behalten will, wenn er mit jährlichen vier-hundert Gulden zufrieden. ES ist ein lieber Mann,und seine Hände sind wie Alabaster. Ich halteviel von einer schönen Hand. Eine schöne Handziert den ganzen Menschen!" — Dabei legte diegute Frau selbstgefällig ihre Hand, die wirklich