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begleitet wurde von den Stimmen seiner beidenGehülfcn, des Bassisten und des Diskantsängers.Die Juden haben nämlich alle wirkliche Instru-mentalmusik aus ihrer Kirche verbannt, wähnend,dass der Lobgesang Gottes erbaulicher aufsteigeaus der warmen Mcnschcnbrnst, als aus kaltenOrgelpfeifen. Recht kindlich freute sich die schöneSara, als jetzt der Vorsänger, ein trefflicher Tenor,seine Stimme erhob, und die uralten, ernsten Me-lodien, die sie so gut kannte, in noch nie geahmterjunger Lieblichkeit aufblühctcn, während der Bassistzum Gegensätze die tiefen, dunkeln Töne hinein-brummtc, und in den Zwischenpausen der Diskant-sänger fein und süß trillerte. Solchen Gesanghatte die schöne Sara in der Synagoge von Ba-charach niemals gehört, denn der Gemeindevorsteher,David Levi, machte dort den Vorsänger, und wenndieser schon bejahrte zitternde Mann mit seinerzerbröckelten, meckernden Stimme wie ein jungesMädchen trillern wollte, und in solch gewaltsamerAnstrengung seinen schlaff herabhängenden Armfieberhaft schüttelte, so reizte Dergleichen wohlmehr zum Lachen als zur Andacht.
Ein frommes Behagen, gemischt mit weib-licher Neugier, zog die schöne Sara ans Gitter,wo sie hinabschaucn konnte in die untere Abthci-