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4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
Seite
47
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Wort zu reden, nach cincm Winkel hinter demThore, beständig Gebete vor sich himnnrmclnd.Minder schweigsam war Jäkel der Narr, ein unter-setzter, etwas krummbeiniger Gesell, mit einem la-chend Vollrothen Antlitz und einer unmenschlichgroßen Fleischhand, die er aus den weiten Ärmelnseiner buntscheckigen Jacke zum Willkomm hervor-strccktc. Hinter ihm zeigte oder vielmehr barg sicheine lange magere Gestalt, der schmale Hals weißbefiedert von einer feinen batistncn Krause, unddas dünne, blasse Gesicht gar wundersam geziertmit einer fast unglaublich langen Nase, die sichneugierig angstvoll hin und her bewegte.

„Gott willkommen! zum guten Festtag!" —rief Jäkel der Narr — „wundert euch nicht, dassjetzt die Gasse so leer und still ist. Alle unsereLeute sind jetzt in der Synagoge, und ihr kommteben zur rechten Zeit, um dort die Geschichte vonder Opferung Jsaak's vorlesen zu hören. Ichkenne sie, es ist eine interessante Geschichte, undwenn ich sie nicht schon dreinnddrcißig Mal an-gehört hätte, so würde ich sie gern dies Jahr nocheinmal hören. Und es ist eine wichtige Geschichte,denn wenn Abraham den Isaak wirklich geschlachtethätte, und nicht den Ziegenbock, so wären jetztmehr Ziegenböcke und weniger Juden auf der