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4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
Seite
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crgoss sich in ihre Scclc, und wie im Schlafehörte sie nur noch, dass ihr der Rabbi das Nacht-gcbct vorbetctc, langsam ängstlich, wie es bei todt-krankcn Leuten geschieht, und träumerisch stammeltesie noch die Worte: „Zehntausend zur Rechten,zehntausend zur Linken; den König zu schützen vornächtlichem Grauen . .

Da verzog sich Plötzlich all das eindringendeDunkel und Grausen, der düstre Vorhang wardvom Himmel fortgerissen, es zeigte sich oben dieheilige Stadt Jerusalem mit ihren Thürmcn undThoren; in goldner Pracht leuchtete der Tempel;auf dem Vorhofc desselben erblickte die schöneSara ihren Vater in seinem gelben Sabbathschlaf-rock und vergnügt mit den Augen lachend; ausden runden Tcmpclfcnstern grüßten fröhlich alleihre Freunde und Verwandte; im Allcrhciligstcnkniete der fromme König David mit Pnrpurmantclund funkelnder Krone, und lieblich ertönte sein Ge-sang und Snitcnspiel — und selig lächelnd ent-schlief die schöne Sara.