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3 (1861) Englische Fragmente und Shakspeare's Mädchen und Frauen
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Urtheil dcr Vernunft Stand zu halten. AmnuthigeGemälde, Überraschungen, heitere Jntriguen, ge-reizte Neugier, getäuschte Erwartungen, Verwechs-lungen, witzige Aufgaben, welche Verkleidungen her-beiführen, Das ward dcr Stoff jener harmlosen,leicht zusammengewürfelten Spiele. Die Kontexturdcr spanischen Stücke, woran man in England Ge-schmack zu finden begann, lieferte diesen Spielenallerlei verschiedene Rahmen und Muster, die sichauch sehr gut anpassen ließen auf jene Chronikenund Balladen, auf jene französischen und italiänischenNovellen, welche nebst den Rittcrromanen eineLicblingslcktürc des Publikums waren. Es ist be-greiflich, wie diese reiche Fundgrube und diese leichteGattung die Aufmerksamkeit Shakspearc's schonfrühe auf sich zog. Man darf sich nicht wundern,dass seine junge und glänzende Einbildungskraftsich gern in jenen Stoffen wiegte, wo sie, des stren-gen Vernunftjoches bar, auf Kosten der Wahr-scheinlichkeit alle möglichen ernsten und starken Effektebereiten konnte. Dieser Dichter, dessen Geist undHand mit gleicher Rastlosigkeit sich bewegten, dessenManuskripte fast keine Spur von Verbesserungenenthielten, er mnsste sich gewiss mit besonderer Lustjenen ungezügelten und abenteuerlichen Spielen hin-geben, worin er ohne Anstrengung alle seine ver-

H eine's Werke. Bd. III. 25